Blogeintrag: Willkommen…

…und hallo auf meinem Blog über Minimalismus ihr Lieben. Ich bin Josi und wollte schon immer einen Blog über ein bestimmtes Thema haben. Nie angefangen damit Ehrensache, bis jetzt…;). Ich konnte mich nie richtig entscheiden und dachte ich spreche über Hochsensibilität oder Empathie, aber das finde ich irgendwie schwierig, so als Nicht-Wissenschaftlerin. Natürlich kann man auch so darüber sprechen, ohne Wissenschaftler zu sein, aber ich konnte mich irgendwie nicht ganz dazu entschließen. Gerade in den letzten Jahren ist mir aufgefallen, wie oft ich eigentlich ausmiste, Dinge ordne und mich und meinen Raum minimiere und wie viel Spaß mir das eigentlich macht und wie erfüllend ich es finde, Dinge loszulassen, die ich nicht mehr benötige und jemand anderem vielleicht sogar noch Freude damit bereite. Ich wollte lange in die Selbstständigkeit starten, hatte aber nie die eine richtige Idee, bis vor kurzem. Ich biete meine Dienste auch als Minimalismus-Coach an und helfe dir persönlich oder online Ordnung und Struktur in deinen Kleiderschrank oder einen Raum zu bringen. Vor allem der Kleiderschrank birgt oft so viele Dinge, die wir eigentlich loslassen könnten, uns aber doch irgendwie nicht dazu durchrringen können und das aus verschiedenen Gründen. Oft hängen wir aus emotionalen Gründen an den alten Dingen. Bei Kleidung sind es Erinnerungen an alte Zeiten oder die Hoffnung auf zukünftige. Wir haben mal in die Jeans gepasst und hoffen wieder reinzupassen. Vielleicht gibt es ein Erbstück, welches wir aus Schuldgefühlen nicht loslassen wollen. Oder wir haben ein bestimmtes Teil aus einem tollen Urlaub, an den wir uns gerne erinnern und obwohl wir dieses Teil seit zwei Jahren nicht mehr tragen, können wir uns doch irgendwie nicht davon trennen. Auch ich habe jahrelang bestimmte Kleidungsstücke angehäuft und regelrecht gesammelt. Ich liebte kleine Handtaschen von Marken, die jetzt im Moment scheinbar irgendwie wieder Trend geworden sind. Ich hatte meinen gesamten Kleiderschrank voll damit und ich liebte Schuhe, vor allem Sneaker. Ich dachte, je mehr ich davon habe desto besser. Ich denke heute, dass ich nicht genau wusste wer ich damals war und dementsprechend hat man lieber viele Speaker von verschiedenen Marken, um in jede Schublade oder Peergroup einmal reinzupassen, falls nötig :). Ich verurteile mein damaliges Ich auch nicht, es war eher eine Art Sammelleidenschaft und damals war ich ungefähr 16 bis 18 Jahre alt. Später in meinen Zwanzigern als ich zum Studium in der Stadt wohnte, gab es eigentlich keine Woche in der ich nicht in die Stadt ging, um mir irgendein neues Teil zu kaufen. Das wenigste davon sollte ich anziehen aber ich besaß einen vollen Kleiderschrank und erfreute mich am Shopping. Auch diese Zeit möchte ich nicht judgen, denn zum erwachsen werden gehört auch das Suchen und Finden der eigenen Art und Weise sich zu kleiden. Vieles davon habe ich bereits weggeben und gespendet. Irgendwann fing ich damit an Kleidung auf Vinted zu verkaufen, so ungefähr mit Ende 20, denn ich hatte Unmengen an sehr guter Kleidung, die ich nicht trug. Der Weg zum moderaten Minimalismus und zur Sparsamkeit, war ein langer Prozess für mich, bestimmt über 20 Jahre.

Heute versuche ich mein Geld bewusster einzusetzen bzw auszugeben. Ich achte auf Qualität, aber diese kann auch Second Hand sein. Ich schaue eigentlich fast wöchentlich welche Kleidung in meinem Schrank noch Sinn macht und welche dann evtl gehen darf, weil ich sie einfach nicht mehr trage, sie kaputt ist oder mir nicht mehr gefällt. Ich persönlich habe keine Capsule Wardrobe und finde das auch nicht wichtig oder entscheidend. Wichtig ist doch, dass ich Lieblingsteile im Schrank habe, die ich regelmäßig trage und wenn ein paar Teile doch emotionalen Wert haben, dann will ich mich dafür auch nicht schlecht machen. Es ist okay im Prozess zu leben und die Dinge nicht perfekt zu betreiben. Der Minimalismus ist für mich vor allem eine Art und Weise das Wesentliche zu erkennen und Dinge zu besitzen, die für mich wertvoll sind. Vielleicht habe ich 15 Pullis, aber spare dafür an anderer Stelle, bei Schuhen zum Beispiel. Ich finde hier gerade den Prozess spannend zu beobachten, bei mir und bei anderen. Denn es werden ja nicht nur Dinge losgelassen, sondern ab und an kommen auch Dinge dazu. Ich würde keinen Minimalismus leben wollen, bei dem ich allem entsagen müsste. Es ist für mich vor allem wichtig, die Veränderungen wahr zu nehmen, zu spüren was langsam gehen kann und seinen Zweck erfüllt hat und ich nun Raum für Neues schaffen kann. Dies muss nicht rein auf Materielles bezogen werden. Denn das minimalistische Leben hat viele Bereiche, die es berühren kann. Ich freue mich riesig, wenn du hier bist und dich ebenfalls für den Minimalismus begeistern kannst. Lass uns gemeinsam Raum für das Wesentliche im Leben schaffen :)

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Blogeintrag: Titel Zwei